Jun 06 2016

NEUES KONZEPT ÜBERZEUGTE

Gewerbetreibende aus Südbrookmerland lobten die Veranstaltung, die zum ersten Mal in Moordorf stattfand

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Im Ausstellungszelt war trotz der hohen Temperaturen eine Menge los. Fast 60 Aussteller präsentierten dort ihre Produkte.

Südbrookmerland. Als Soldat hat Detlef Krüger im vergangenen Jahr einen Leistungsmarsch in Belgien absolviert. „Damals hatte ich noch nicht einmal Blasen am Fuß, aber hier habe ich mir die Hacken wund gelaufen“, sagte er bei der Eröffnung der diesjährigen Gewerbeschau. Bereits vor eineinhalb Jahren hatte der Cheforganisator den ersten Antrag für die Schau gestellt – den für gutes Wetter. Nach diversen Gesprächen und viel Vorbereitung konnte er am Sonntag verkünden: „Die Gewerbeschau in Moordorf war ein voller Erfolg. Alle haben mitgezogen. Es war so, wie wir es wollten: Ein Fest für die ganze Familie“, sagte der Vorsitzende des Südbrookmerlander Gewerbevereins.

Bereits am Sonnabend füllte sich das Ausstellungszelt. Etwa 100 Aussteller aus den Bereichen Handel, Handwerk, Industrie, Gastronomie und Dienstleistung wollten bei der ersten Gewerbeschau in Moordorf mit dabei sein. Der Veranstaltungsort war so luftig geplant, dass es zu keiner Zeit Gedränge oder Geschiebe gab. Auch das Parkkonzept hat sich, neben dem kostenlosen Eintritt, ausgezahlt. „Es gab keine Komplikationen. Nur der Bus-Shuttle am Sonnabend ist nicht so gut angenommen worden. Viele Menschen sind bei dem Wetter mit dem Fahrrad gekommen“, berichtete Krüger. Das neue Konzept, ein bunter Mix aus Gewerbeschau, Ortsfest mit kulinarischen Höhepunkten oder einfach nur Party, ist nach Aussagen von Krüger voll aufgegangen.

Die Menschen stöberten im Zelt, informierten sich und probierten einige Sachen aus. Auch auf dem Außengelände waren viele Aussteller vertreten. Für SPD-Bundestagsmitglied Johann Saathoff haben Gewerbeschauen weiter Relevanz. „Es ist wichtig, das Bewusstsein bei den Menschen dahingehend zu ändern, dass sie ihre Produkte zu Zeiten von Internetanbietern wie Amazon wieder vor Ort kaufen“, sagte Saathoff. Das Geld müsse in den Gemeinden bleiben.

Gutes Wetter hin oder her: So mancher Aussteller im Zelt stöhnte ob der stickigen Hitze. Abhilfe leistete die Feuerwehr. Sie knüpfte das Zelt für ein paar Luftzüge auf und spritzte das Zelt mit Wasser ab. „Ohne die vielen freiwilligen Helfer wären Veranstaltungen in dieser Größenordnung gar nicht möglich“, lobte Krüger alle Beteiligten.

Auf dem Innenhof des Bürgermeister-Lüken-Platzes war Zeit zum Verweilen. Restaurants boten an Ständen ihre Spezialitäten an, auf der Bühne zeigten die Musikzüge, Blaskapellen, Schlagersänger und Kindergartenkinder ihr Können. Am Abend waren dann gut 1000 Menschen im Innenhof. Der Grund: Der Gewerbeverein hatte zur großen „After-Schau-Party“ eingeladen. „Das war eine gute Idee. Das Höhenfeuerwerk war beeindruckend. Die Menschen wollten gar nicht mehr nach Hause gehen“, schwärmte Krüger. „Das Feuerwerk konnte man bis nach Tannenhausen hören“, fügte Krügers Mitstreiter vom Gewerbeverein, Manfred Redenius, hinzu.

Bei aller Freude über die gelungene Premiere in Moordorf: Detlef Krüger hat bereits einige Ideen zur Optimierung der Veranstaltung. Die Ekelser Straße soll bei einer Wiederholung der Gewerbeschau in Moordorf stärker in das Programm mit einbezogen werden. Krüger könnte sich vorstellen, die Veranstaltung mit einem Flohmarkt zu kombinieren. „Diesmal war die Ekelser Straße eher eine Schlendermeile, um zur Gewerbeschau kommen“, sagte Krüger.

In fünf bis sechs Wochen will auch Krüger mal eine Auszeit nehmen. Die Planungen hätten doch eine Menge Substanz gekostet. Wie gut, dass es noch andere Mitglieder im Gewerbeverein Südbrookmerland gibt. Sie haben ihrem Vorsitzenden einen Gutschein für einen Musical-Besuch geschenkt. „Den werde ich für einen Ausflug mit meiner Familie nutzen. Das war schon alles eine extreme Belastung“, sagte Krüger.

Marco Lindenbeck, ON-Digital v. 06.06.2016

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