Mai 21 2016

PARKSCHEIBE STATT AUTOMAT

Gewerbeverein ist mit der Erhebung von Gebühren am Landhaus am Großen Meer nicht einverstanden

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Frauke Koritsch vom Landhaus und Detlef Krüger vom Gewerbeverein Südbrookmerland fordern, dass zunächst nur an der neuen Tourist-Information Parkautomaten aufgestellt werden.Foto: Lindenbeck

Bedekaspel. 50 Cent sollen die Urlauber und Gäste am Großen Meer ab der kommenden Saison auf den beiden Parkplätzen beim Landhaus und beim Haus am Meer zahlen. Frauke Koritsch, Leiterin des Landhauses am Meer, und Gewerbevereinsvorsitzender Detlef Krüger haben von den Plänen der Gemeinde erst aus der Zeitung erfahren. „Mit uns hat im Vorfeld leider keiner gesprochen“, sagt Detlef Krüger. Gegen Parkgebühren habe man generell nichts einzuwenden, doch man empfinde den Vorschlag des Ausschusses als Schnellschuss. „Wir fordern, dass zunächst mal ein Testlauf bei der neuen Tourist-Info gestartet wird“, sagt Frauke Koritsch. Die Parkplätze am Landhaus sollen nach Ansicht der beiden Gewerbetreibenden kostenfrei bleiben. „Eventuell kann es dort eine zeitliche Begrenzung mit einer Parkscheibe geben“, sagt Detlef Krüger. Schließlich seien diese Parkflächen hauptsächlich für Hotelgäste oder Spaziergänger gedacht. „Und welcher Hotelgast will jeden Tag ein neues Parkticket für den Tag ziehen“, gibt Frauke Koritsch zu bedenken.

Detlef Krüger, der als Vorsitzender die Gewerbetreibenden in der Gemeinde vertritt, möchte für seine Mitglieder da sein. „Warum hat man nicht im Vorfeld mit den hiesigen Unternehmen über diese Problematik gesprochen?“, fragt sich Krüger. Das Thema Parkgebühren sei ja nicht neu. Auch die Ausschussvertreter der Freien Wählergemeinschaft hatten für ein kostenfreies Parken am Landhaus plädiert. Mit der Begründung, dass die Südbrookmerlander ans Meer kommen müssen, ohne zu bezahlen. Krüger gibt weiterhin zu bedenken, dass sich die Gegebenheiten am Großen Meer mit dem Neubau der Touristik-Information geändert hätten. „Früher haben alle Veranstaltungen am Landhaus stattgefunden. Mit dem Neubau hat sich alles dorthin verlagert“, so Krüger.

Ein weiteres Problem sehen beide in der Forderung, dass entlang der Zufahrtsstraße ein absolutes Halteverbot eingerichtet werden soll. Die Angst der beiden Gewerbetreibenden: Die Leute kommen erst gar nicht zu den Veranstaltungen. Dies hätte zur Folge, dass das Geschäft einbrechen würde. „Das Landhaus erwirtschaftet seinen Gewinn eines Jahres in den wenigen Monaten der Hauptsaison“, so der Vorsitzende des Gewerbevereins. Außerdem habe der Parkplatz an der neuen Tourist-Info doppelt so viele Parkflächen, wie der am Landhaus. „Deshalb sollte man zunächst einmal schauen, was ein Parkautomat dort einbringt“, so Krüger. Beide zeigten sich aber gesprächsbereit. Man würde gerne noch einmal mit den Politikern darüber reden.

Marco Lindenbeck, ON-Digital v. 21.05.2016

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